Auf dem Stadtplan

Stadt-Entdecker

Ein Naturschutzgebiet, das mitten in deiner Stadt beginnt? Das ganz einfach zu erreichen ist? Das musst du dir unbedingt mal angucken! Auch wenn sich das Köpfertal ganz in deiner Nähe befindet, solltest du den Besuch planen:

  • Wen und was möchtest du mitnehmen auf die spannende Wanderung? Du solltest unbedingt in Begleitung eines Erwachsenen sein! Am besten hast du auch Fernglas und Fotoapparat dabei.
  • Vielleicht möchtest du aber auch mit einer Gruppe losziehen? Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist auch im Köpfertal aktiv und bietet manchmal Naturausflüge für Kinder und Jugendliche an. Telefon: 07131/ 77 20 58
  • Du informierst dich, wie und wann du per Stadtbus zur Haltestelle Trappensee gelangst.
  • Du überlegst, wie lange du unterwegs sein wirst. Wie viel Zeit musst du einplanen für einen Weg von vier Kilometern? Brauchst du etwas zu Essen und Trinken?
  • Du druckst dir die Übersichtskarte aus. Neben der empfohlenen Strecke gibt es noch andere Wege durch das Köpfertal.

Das Köpfertal ist zu jeder Jahreszeit interessant. Besuche es doch öfters und lege dir einen Ordner an, in dem du Fotos und deine Notizen sammelst. - Wer weiß, vielleicht wirst du dich eines Tages den Menschen anschließen, die dieses Naturschutzgebiet schützen, pflegen und erhalten.

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Köpfertal früher

Das Naturschutzgebiet: Maschendrahtzäune, Eternitplatten, verfallene Hütten: Viel Unrat belastete dieses Gelände, das 1985 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Der Bach, die Tümpel, die feuchten Wiesen, die Bäume bieten einen Lebensraum für Tiere, unter denen sich auch seltene und gefährdete Arten befinden.

Der Köpferstausee: Weil das Köpfertal bei Hochwasser bis in die Stadt hinein immer wieder überflutet wurde, begann man 1933 mit dem Bau dieser Stauanlage.

Der Name: Den Namen "Köpfer" gibt es schon seit mindestens 500 Jahren. Es heißt, die umliegenden Bergköpfe haben dem Bach und seinem Tal diesen Namen gegeben - und nicht die Kopfweiden, die es hier so zahlreich gibt. (UM)

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...Köpfertal früher *

  1. Wann wurde das Köpfertal zu einem Naturschutzgebiet?
  2. Warum hat man den Köpferbach zu einem kleinen See aufgestaut?
  3. Erstellt passende Zeitmarken und befestigt sie unterhalb des Zeitstrahls.

Das Köpfertal - ein Naturschutzgebiet

Der Köpferbach mit seiner unmittelbaren Umgebung  ist ein kostbares Naturschutzgebiet. (2013, UM)
Naturschutzgebiet Köpfertal (2013, UM)

Von Ulrike Maushake

Hast du schon einmal dem Gesang einer Nachtigall gelauscht? Hast du schon einmal Kröten auf der Wanderung zu ihrem Laichplatz beobachtet? Du meinst, so etwas kann man in der Stadt nicht erleben?

Dann solltest du mit dem Stadtbus Linie 1 bis zur Haltestelle Trappensee fahren. Sofort entdeckst du hier ein braunes Schild: Naturschutzgebiet Köpfertal. Ein weißer Pfeil weist auf einen kleinen Pfad, den du nun betrittst. Drei Schritte: Plötzlich sind die Meisen lauter als die Autos. Es duftet. Feuchtes Laub, Kräuter, Erde. Und die Stadt ist ganz weit weg. Neben dir gurgelt und murmelt der Bach. Immer tiefer führt er dich hinein in eine schattige Welt mit vielen Geheimnissen.

Das Naturschutzgebiet Köpfertal misst 32 Hektar und durchzieht das Tal rechts und links des Bachverlaufs von der Jägerhausstraße bis zur unwegsamen Steinkohlenklinge am Saubuckel. Hier entspringt der Köpferbach.

Der Weg führt dich durch die Bachaue, hinein in den Wald, vorbei an Tümpeln und  Teichen. Du begegnest zahllosen Kopfweiden mit knorrigen Gesichtern und schicken Frisuren. Unvermutet  öffnet sich vor dir ein großes offenes Wiesental mit vielen Obstbäumen. Im Frühjahr blühen Schlüsselblumen, bilden Bärlauch und Buschwindröschen dichte Blütenteppiche. Achte auf die Vögel, ihre Erscheinung, ihren Gesang! 40 verschiedene Vogelarten nutzen das Schutzgebiet.

Der Köpferstausee, den du bald darauf erreichst, bietet Schutz vor Hochwasser. Auch er ist ein wichtiger Laichplatz für Erdkröten und Grasfrösche. Vielleicht wanderst du ja  noch weiter zum Köpferbrunnen und besuchst das Einsiedlerhäuschen?

Bis hierher bist du etwa zwei Kilometer gelaufen. Eine  abwechslungsreiche, spannende Wanderung, auf der dich immer wieder das Dreieckschild mit dem Seeadler daran erinnert, dass du dich in einem Naturschutzgebiet (NSG) befindest.

Bleibe auf den Wegen! Störe die Tiere nicht! Schone die Pflanzen! Sei leise, sei achtsam! Nur dann hüpft dir vielleicht ein Grasfrosch über den Weg, nur dann entdeckst du die Schönheit eines Schillerfalters. Dann begegnet dir vielleicht sogar eine Ringelnatter!

Buchseite (PDF)

...Naturschutzgebiet Köpfertal *

  1. Finde heraus, wie groß ein Hektar ist, damit du die Größe des Naturschutzgebiets Köpfertal einschätzen kannst.
  2. Was ist die Abkürzung für "Naturschutzgebiet"?
Buchseite (PDF)

Bilder

Infotafel an der Haltestelle Trappensee. Dein Weg entlang des Köpferbachs ist teilweise gleich dem grünmarkierten Rundwanderweg Nummer 4. (2013, UM)
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Auf der gegenüberliegenden Straßenseite siehst du diesen Wegweiser. Er leitet dich in ein kostbares NSG. (2013, UM)
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Das Zeichen für ein Naturschutzgebiet ist der Seeadler in grünem Dreieck (2013, UM)
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Du betrittst ein Naturschutzgebiet! Bitte beachte die Verhaltensregeln. Damit hilfst du, es zu erhalten. (2013, UM)
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Große Gruppen von Kopfweiden sind typisch für das Köpfertal. (2013, UM)
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Kopfweiden haben knorrige Gesichter und sehen aus, als kämen sie gerade vom Friseur. (2013, UM)
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Der Köpferbach begleitet dich auf deiner Wanderung. (2013, UM)
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Unvermutet stehst du in einem großen Wiesental mit Obst- und Nussbäumen. (2013, UM)
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Der Köpferstausee bietet Lebensraum für Krebse und Forellen und ist ein Laichplatz für Kröten und Frösche. (März 2014, BKi)
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Informationsschild zur Stauanlage am See. (2013, UM)
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...Bilder *

  1. Welche Vogelart ist Teil des grünen Hinweisschilds auf Naturschutzgebiete in Deutschland?
  2. Welche der folgenden Dinge darf man in einem NSG nicht tun:   a) auf den Wegen rennen   b) Feuer machen und grillen   c) Tiere beobachten und fotografieren   d) Camping   e) durch den Bach reiten.

Kennst du sie?

Auf vielen Wanderungen im Köpfertal hat der Naturliebhaber Wolf-Dieter Riexinger all diese Pflanzen und Tiere entdeckt und fotografiert.  - Welche hast du schon selbst gesehen?

Blühender Bärlauch (2008, Rx)
1
Wald-Schlüsselblume (2013, Rx)
2
Buschwindröschen (2005, Rx)
3
Bergmolch-Männchen (2006, Rx)
4
Libelle: Blaugrüne Mosaikjungfer (2008, Rx)
5
Erdkröten-Paar (2005, Rx)
6
Laichende Erdkröten (2011, Rx)
7
Teichfrosch (2009, Rx)
8
Grasfrosch (2005, Rx)
9
Grasfrosch-Paar beim Ablaichen (2006, Rx)
10
Laichballen des Grasfrosches (2004, Rx)
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Großer Schillerfalter (2008, Rx)
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Ringelnatter (2008, Rx)
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Feuersalamander (2008, Rx)
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  1. "ökoLeo", der hessische Löwe, erklärt dir, was ein Naturschutzgebiet ist: www.oekoleo.de Menüpunkt Lexikon - Naturschutzgebiet.
  2. Infos zu allen heimischen Arten von Lurchen findest du beim Naturschutzbund Deutschland NABU: www.nabu.de
  3. Mehr über Frösche und Kröten erfährst du auf der Kinderseite www.tierchenwelt.de
  4. Im Stadtkreisgebiet Heilbronn gibt es außer dem Köpfertal noch vier weitere Naturschutzgebiete. Auflistung der Heilbronner NSG

* Lehrkräfte-Info

Informationen für Lehrkräfte sind sichtbar nach Anmeldung (Login).

Erstellt: 31.10.2013 - Bearbeitet: FL, PG - Zuletzt geändert: 12.07.2017 (VN)