Auf dem Stadtplan

Es ist nicht schwer, den Köpferbrunnen zu finden, wenn du das Köpfertal hinaufwanderst.

  1. Drucke die Übersichtskarte des Köpfertals (PDF) aus und suche den Köpferbrunnen im südlichen Bereich des Tals (fast ganz unten auf der Karte).
  2. Finde  das Köpfertal auf der Stadtkarte von OpenStreetMap oder dem Kinder- und Jugendstadtplan der Stadt Heilbronn.

Stadt-Entdecker

  1. Finde die Steintafel mit dem Spruch "Ille terrarum mihi praeter omnes angulus ridet". (Die Übersetzung findest du übrigens bei den Bildern). Fertige eine Frottage der Tafel an und schreibe die Übersetzung darunter. 
  2. Offenbar haben schon viele Menschen diesen Ort aufgesucht und sehr gemocht. Sie haben ihn unter ihren Schutz gestellt, lange, bevor du auf die Welt gekommen bist. Deshalb blieb er erhalten. Auch für dich. Und du - bist du gerne hier?
  3. Bachgeräusche sind abhängig von der Tiefe und von der Breite des Baches. Sie bestimmen, wie schnell das Wasser fließt. Auch die Beschaffenheit des Bachbetts verändert die Bachgeräusche. Uferpflanzen, Steine, Äste, Eis - auf alles antwortet der Bach. Und immer wieder mit anderen Geräuschen. Hörst du, dass sich der Köpferbach an verschiedenen Stellen immer wieder anders anhört? Nehmt die Geräusche auf und vergleicht.
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Köpferanlage früher

Das Einsiedlerhäuschen vor rund 100 Jahren (um 1910, StadtA HN)
Einsiedlerhäuschen (um 1910, StadtA HN)
Der Musikpavillon (um 1920, StadtA HN)
Musikpavillon (um 1920, StadtA HN)

Die Brunnenanlage: "Waldbrüder" nannte sich eine Gruppe von Heilbronner Naturfreunden. Sie legten diesen Brunnen mitten im Wald an. Das war Anfang des 19. Jahrhunderts. Sie errichteten dort auch ein erstes Häuschen. Im Laufe der Zeit verfielen Häuschen und Brunnen. Der "Heilbronner Verschönerungsverein" begann, die Anlage wiederherzustellen und nach und nach auszubauen. Die kleine Einsiedlerklause mit dem Mönchskopf bekam ihre heutige Gestalt im Jahr 1880. Rund um den Musikpavillon wurden im Sommer fröhliche Feste gefeiert.

Damit das Ensemble mit dem kleinen, künstlichen Teich, dem Musikpavillon und der Brücke erhalten bleibt, wurde es unter Denkmalschutz gestellt. 2013 wurde die Anlage erneut restauriert. Das hat 200 000 Euro gekostet.

Die Holz-Skulptur: Das große, aufgeschlagene Holzbuch hat der Forstwirt Silas Rössl gestaltet.  Seit 2010 kann man nun die ganze Geschichte nachlesen. An dem Ort, wo der Sage nach Veit Imlin und sein Sohn Hans enthauptet wurden. (UM)

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...Köpferanlage früher *

  1. Wer hat die Brunnenanlage im 19. Jahrhundert angelegt?
  2. Wann wurde die Köpfer-Anlage zuletzt restauriert?
  3. Was ist an dem Ort passiert, wo du heute die Köpfer-Sage nachlesen kannst?
  4. Erstellt passende Zeitmarken und befestigt sie unterhalb des Zeitstrahls.

Am Köpferbrunnen

Der Köpferbrunnen und die Einsiedlerklause (2013, UM)
Köpferbrunnen und Einsiedlerklause (2013, UM)

Von Ulrike Maushake

Bist du schon einmal an einem Ort gewesen, der dir geheimnisvoll erschien? Ein stiller Ort. Ein wenig abseits. Ein wenig dunkel. Und du spürst: Hier verbirgt sich eine Geschichte.

Eine solche Stätte findest du, wenn du dem Lauf des Baches durch das Naturschutzgebiet Köpfertal folgst. Eine kleine Wanderung, immer am Bach entlang. Der murmelt, gluckst, rauscht, plätschert, gurgelt, rieselt: Vielleicht will er dir etwas erzählen?

Plötzlich lichtet sich der Wald, und du stehst vor einem denkmalgeschützten Ensemble: Zwei kleine Gebäude, eins rechts, eins links am Weg, Brücken, ein Brunnenbecken und ein kleiner Teich mit einem steingefassten Zulauf. Das Häuschen zu deiner Linken liegt erhöht über dem Brunnen, eine winzige Kapelle mit einem steinernen Kreuz auf dem Dachfirst. Über der Spitzbogentür schaut aus einem runden Fenster ein steinerner Mönch. Was der hier wohl zu suchen hat? Und was steht auf diesen Steintafeln, die du entdeckst. Was ist das für eine Sprache?

In dem anderen Gebäude, einem offenen, sechseckigen Pavillon, steht eine Holzskulptur: Ein aufgeschlagenes Buch, das auf einem Pult ruht. "Köpfer-Sage" steht daran. Neugierig trittst du näher.

Traurig ist die Geschichte, die in das hölzerne Buch eingraviert wurde:

Sie erzählt von Veit Imlin, der mit den Kreuzrittern nach Palästina zog und dort in Gefangenschaft geriet. Lange warteten seine Frau Hildegund und sein Sohn Hans auf seine Heimkehr.

Als Veit nach langen Jahren schließlich zurückkehrte, hatte seine Frau einen anderen Mann geheiratet. Traurig zog sich Veit in den Wald zurück, wo er nun als Einsiedler lebte. Es heißt, Hildegund und Hans hätten ihn immer wieder in seiner Klause besucht, woraufhin der neue Ehemann eifersüchtig wurde. Er ließ Veit gefangen nehmen und ihn enthaupten. Und zwar dort, wo heute die kleine Kapelle steht.

Buchseite (PDF)

...Köpferbrunnen und Köpfer-Sage *

  1. In welchem Gebäude befindet sich eine Holz-Skulptur mit der Aufschrift "Köpfer-Sage"?
  2. Lies die Köpfer-Sage (PDF) ganz - oder höre sie an.
  3. Veit Imlin wurde enthauptet. Aber was wurde aus Hildegund, seiner Frau? Was wurde aus Hans? Und dem neuen Mann von Hildegund, dem Vogt?
  4. Erzähle die Sage in deinen eigenen Worten nach und gestalte ein Bild dazu.
  5. Die Geschichte vom Veit Imlin ist sehr traurig. Versuche, den Ausgang der Geschichte anders zu erzählen. Du könntest Hans vielleicht retten - oder sogar Veit?
  6. Kannst du nun erklären, a) was ein Kreuzritter ist?   b) Ein Einsiedler?   c) Oder ein Vogt?
Buchseite (PDF)

Bilder

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...Bilder *

  1. Was alles gehört deiner Meinung nach zur Köpferanlage?
  2. Wie viele Steinbrücken führen zum Pavillon?
  3. Auf wie vielen Säulen ruht das Dach des Pavillons?
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ANHÖREN

Die Köpfer-Sage, wie sie Hermann Siegmann erzählt hat (vorgelesen v. U. Maushake, Nov. 2013, UM, FL)

Eine andere Nacherzählung der Köpfer-Sage (Textseiten mit Musik) findest du auf www.youtube.com (erstellt von Michael Winter)

Was meinst du? *

Zur Renovierung des Pavillons in der Köpferanlage gab es in Heilbronn einen Streit um die Sitzbänke darin. Die hatten nämlich Leute herausgerissen und auf nächtlichen Parties dort im Lagerfeuer verbrannt.

Die einen sagten, die Bänke sollen nicht wieder aufgestellt werden. Damit locke man ja Leute an, um dort zu feiern. Das Feiern ist im Naturschutzgebiet aber verboten!

Die anderen sagten, man müsse auch an müde Wanderer denken, die sich dort ausruhen und die Stille des Orts genießen wollen.

Was ist deine Meinung? (Falls du einmal dort bist, schau doch nach, ob die Bänke im Pavillon inzwischen wieder eingebaut wurden - oder nicht.)

* Lehrkräfte-Info

Informationen für Lehrkräfte sind sichtbar nach Anmeldung (Login).

Erstellt: 03.11.2013 (FL) - Bearbeitet: PG, FL - Zuletzt geändert: 18.03.2015 (VN)