Auf dem Stadtplan

  1. Finde den Hochbehälter für Trinkwasser am Wartberg auf OpenStreetMap.
  2. Finde den Wasserturm in Böckingen (beim Ziegeleipark) auf OpenStreetMap.

Stadt-Entdecker *

  1. Wasserbehälter: a) In jedem Heilbronner Stadtteil gibt es mindestens einen Wasserbehälter. Finde den bei euch! Hinweis: Das Foto sowie der Name auf dem Arbeitsblatt können dir helfen! Übrigens findest du die Wasserbehälter oft außerhalb an einem höher gelegenen Punkt.   b) Wandere zum Wasserhochbehälter auf den Wartberg. Finde den Trinkwasserbrunnen "Trink so dich dürstet" und trinke einen Schluck. Betrachte die Bilder oben am Gebäude. Was stellen sie dar? Erkläre, warum diese Motive gewählt wurden. Vor dem Gebäude findest du auch eine Tafel mit Infos zur Geschichte der Wasserversorgung Heilbronns: Wann wurde der Hochbehälter Wartberg unterhalb der Gaststätte gebaut? Achte auf die Leitungsabdeckungen am Boden. Wieso gibt es hier so viele? Was gibt es am Wartberg-Hochbehälter noch?
  2. Kirchbrunnen/Siebenröhrenbrunnen (an der Kilianskirche): a) Sieh dir den Brunnen an. Fließt aus den Röhren Trinkwasser?   b) Geh um den Brunnen herum. Lies auf seiner Rückseite die Geschichte des Brunnens.  c) Zeichne den Brunnen ab.
  3. Wasseruhr: a) Sieh dir eure eigene Wasseruhr an.   b) Beobachte sie, wenn gerade Wasser verbraucht wird (Waschmaschine läuft, Toilettenspülung, Dusche, ...).   c) Notiere dir den Wasserverbrauch am Sonntagabend und eine Woche später. Wie viel Wasser habt ihr in einer Woche verbraucht?   d) Lass dir zeigen, wo das Absperrventil (der Haupthahn) für eure Wohnung ist. Wann würdest du ihn zudrehen?   e) Lass dir von deinen Eltern die Abrechnung für euren Wasserverbrauch zeigen und erklären.
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Unser Trinkwasser früher

Das Alte Wasserwerk in der Salzstraße. Es wurde 1875 eröffnet und hat lange Zeit die Wasserversorgung in Heilbronn gesichert. (Jun. 2011, RSch)
Das Alte Wasserwerk (Jun. 2011, RSch)

Früher gab es noch keine Wasserleitungen, die in jedes Haus führten. Die Menschen schöpften, zogen oder pumpten sich ihr Wasser aus Brunnen. Dort wuschen sie ihre Wäsche oder tränkten auch ihr Vieh. Wer keinen eigenen Brunnen auf seinem Grundstück hatte, ging zu öffentlichen Brunnen.

Einer der wichtigsten Brunnen in Heilbronn war der Kirchbrunnen. Er wird auch Siebenröhrenbrunnen genannt. Es heißt, dass aus ihm die Quelle sprudelte, die unserer Stadt ihren Namen gab. Ein wichtiger Brunnen war auch der Cäcilienbrunnen. Er lag außerhalb der Heilbronner Stadtmauern. Bereits ab 1588 führte von ihm aus eine Wasserleitung ins Stadtinnere. Die Leitung bestand aus durchbohrten Baumstämmen (Teuchel). Diese Teuchelleitung führte Wasser zu mehreren Brunnen in der Stadt, zum Beispiel zum Hafenmarktbrunnen. Das alte Brunnenhäuschen kannst du heute noch besichtigen. Ein anderer Zeuge der Wasserversorgung ist das Alte Wasserwerk in der Salzstraße. Es versorgte ab 1875 die Stadt mit Wasser. Auch aus dieser Zeit  ist das (ehemalige) Pumpwerk in Neckargartach. Es wird heute nur noch im Notfall eingesetzt.

Im 19. Jahrhundert wuchs die Einwohnerzahl Heilbronns stark an. Immer mehr Menschen brauchten Wasser. Immer mehr Quellen in und um Heilbronn wurden erschlossen und dem Wasserwerk angegliedert. Es entstanden weitere Behälter und Pumpwerke in den Stadtteilen, die das Wasser speicherten und verteilten. So der Böckinger Wasserturm und der Behälter auf dem Wartberg. Beide wurden in den 1920er Jahren erbaut.

Dann versiegten einige Heilbronner Quellen. Die Stadt wuchs aber immer weiter. Es war klar, dass das Wasser aus den eigenen Quellen und Brunnen bald nicht mehr ausreichen würde. Da beschlossen die Stadträte, Heilbronn der Bodensee-Wasserversorgung anzuschließen. Seit 1971 fließt das Wasser aus dem Bodensee auch in den Leitungen von Heilbronn. (UM)

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...Unser Trinkwasser früher *

  1. a) Welche Brunnen waren für die Stadt Heilbronn von besonderer Bedeutung?  b) Warum?
  2. Was sind Teuchel?
  3. Erstellt passende Zeitmarken und befestigt sie unterhalb des Zeitstrahls.
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Unser Trinkwasser

Der Böckinger Wasserturm ist einer der schönsten Wasserbehälter von Heilbronn  (2012, FL)
Der Böckinger Wasserturm (2012, FL)

Von Ulrike Maushake

Hast du dich mal gefragt, wieso immer Wasser in der Leitung ist? Und wo es eigentlich herkommt?
Vielleicht ist dir der Böckinger Wasserturm schon einmal aufgefallen? Oder der Wasserhochbehälter am Wartberg?

Insgesamt gibt es zwölf Wasserbehälter und drei Pumpwerke in Heilbronn. Sie sorgen dafür, dass Wasser in das Leitungsnetz kommt. Es erstreckt sich unter den Straßen Heilbronns. Dieses Leitungsnetz ist 557 Kilometer lang. Dazu kommen die Leitungen, die das Wasser in jedes Haus leiten. Auch in deines. Viele der Wasserstationen regeln auch den Wasserdruck in den Leitungen. So wird dieser nicht zu hoch oder zu gering.

Woher stammt das Wasser in den Wasserbehältern?

Ein kleiner Teil (ein Fünftel) stammt aus Heilbronner Quellen, z. B. aus dem Böllinger Bach Tal (Biberach/Neckargartach), dem Ochsenbrunnen in Neckargartach oder dem Leinbachtal (Frankenbach/Neckargartach).

Der größte Teil des Wassers kommt vom Bodensee. Das Bodenseewasser fließt durch eine lange Leitung bis in die Hochbehälter auf dem Ochsenberg im Heilbronner Wald und in Kirchhausen. Von hier gelangt es ins Heilbronner Versorgungsnetz. Ein Teil wird in den Pumpwerken mit Wasser aus Quellen oder Brunnen gemischt. Außerdem wird hier dem Wasser Chlor zugesetzt. Es ist nicht viel, tötet aber Krankheitskeime ab. In großen Becken wird unser Trinkwasser gespeichert und kühl gehalten. So ist immer genug da, um die Stadt zu versorgen.

Um all das kümmert sich die HVG, die Heilbronner Versorgungs GmbH. Sie gehört zu den Stadtwerken und hat ihre Büros in der Weipertstraße. Von hier aus werden Wasserbehälter und Pumpwerke elektronisch überwacht, gesteuert und die Betreuung der Anlagen organisiert.

Das alles kostet viel Geld. Deshalb gibt es Wasser nicht umsonst. Jedes Haus hat einen Wasserzähler. Er misst das Wasser, das ihr verbraucht. Und das müssen deine Eltern dann bezahlen. Kochen, duschen, Klospülung: Pro Tag verbraucht ein Heilbronner etwa 127 Liter Wasser.

Buchseite (PDF)

...Unser Trinkwasser *

  1. Wie viele Wasserbehälter gibt es in Heilbronn?
  2. a) Woher kommt der größte Teil des Wassers, das wir in Heilbronn verbrauchen?   b) Fülle in einen Messbecher einen Liter Wasser. Fülle davon 200 ml in ein Glas. Jetzt siehst du: Im Messbecher ist die Menge, die dem Bodenseewasseranteil entspricht. Die Wassermenge im Glas entspricht dem Anteil Wasser, das in Heilbronn gewonnen wird.
  3. Warum wird dem Wasser Chlor zugesetzt?
  4. Wer ist in Heilbronn für die Wasserversorgung verantwortlich?
  5. a) Wie viel Wasser verbraucht eine vierköpfige Heilbronner Familie pro Tag?   b) Wozu brauchst du Wasser? Lege eine Liste an.
Buchseite (PDF)

Bilder

Der Hochbehälter am Wartberg unterhalb des Wartbergturms und des Restaurants (Jun. 2011, RSch)
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Die Leitungen der Wasserversorgung verlaufen unter der Erde. (Jun. 2011, RSch)
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Außer dem Wasser-Leitungsnetz gibt es auch die Gasleitung. (Jun. 2011, RSch)
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Der Markierungsstein verweist im Heilbronner Stadtwald auf die Wasserleitung. (Jun. 2011, RSch)
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Auf dem Ochsenberg im Heilbronner Stadtwald kommt das Wasser vom Bodensee bei uns an und wird von diesem Hochbehälter aus in das Heilbronner Leitungsnetz gespeist. (Jun. 2011, RSch)
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Das Pumpwerk in der Dörnlesstraße in Frankenbach. (Okt. 2014, UM)
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Im Pumpwerk Frankenbach wird Bodenseewasser mit Wasser aus stadteigenen Quellen und Brunnen gemischt. (Okt. 2014, UM)
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Die Pumpwerke und die Wasserbehälter haben große Becken, in denen das Trinkwasser gespeichert und kühl gehalten wird. (Okt. 2014, UM)
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Das ist Herr Brandenburger von der HVG. Er schaut gerade in der Chlorgasanlage im Pumpwerk Frankenbach nach dem Rechten. (Okt. 2014, UM)
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Die HVG, die Heilbronner Versorgungs GMBH ist für die Wasserversorgung von Heilbronn zuständig. Sie hat ihre Büros in der Weipertstraße. (Okt. 2014, UM)
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In jedem Haus ist ein Wasserzähler. (Nov. 2014, FL)
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Der Wasserzähler misst den Wasserverbrauch. (Nov. 2014, FL)
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...Bilder *

  1. Auf zwei Bildern kannst du Hinweise auf die Bodenseewasserversorgung (BWV) sehen. Auf welchen?
  2. Um die Leitungen unterscheiden zu können, haben sie unterschiedliche Farben. Vermute: Welche Farbe hat die Wasserleitung - welche die Gasleitung?
  3. Lies an der Wasseruhr ab: Welche Wassermenge wurde hier verbraucht?
  4. In der Bildergalerie werden zwei Wasserhochbehälter genannt und abgebildet. Welche sind das?
Icon Ansehen

VIDEO

Das ist der Mischbehälter im Pumpwerk in Frankenbach. Aus dem großen Stutzen quillt das Wasser, das vom Bodensee kommt. Aus den kleineren Röhren fließt Wasser aus Brunnen und Quellen aus dem Rotbach – und im Leinbachtal. (Okt. 2014, UM)

www.wdrmaus.de/sachgeschichten - Schlagwort Duschen: Eine Sachgeschichte der Maus stellt euch die Ver- und Entsorgung in einer Stadt vor. (Strom, Trinkwasser, Gas, Abwasser)

Schilder

Schilder verweisen auf unterirdische Trinkwasserleitungen. (2011, RSch)
Bild 1 (2011, RSch)
Schilder verweisen auf unterirdische Trinkwasserleitungen. (2011, RSch)
Bild 2 (2011, RSch)
Schilder verweisen auf unterirdische Trinkwasserleitungen. (2011, RSch)
Bild 3 (2011, RSch)
Unter den Deckeln sind die Anschlüsse an die Wasserleitung. (2011, RSch)
Unterflurhydrant (2011, RSch)

Unser Trinkwasser fließt in unterirdischen Leitungen, unsichtbar für uns. Aber es gibt  Schilder und Zeichen, die dir mitteilen, dass du dich in der Nähe von Trinkwasseranlagen befindest.

Das Schild auf Bild 1 steht in der Nähe von Trinkwasserbrunnen. In diesen Gebieten wird Trinkwasser gewonnen. Das Umfeld des Brunnens ist deswegen geschützt. Schadstoffe sind hier verboten. Sie könnten z. B. aus Gülle, Schutt oder Klärschlamm mit dem Regen in den Boden sickern. So könnte das Grundwasser verschmutzt werden. Das darf natürlich nicht geschehen!

Die Schilder auf Bild 2 sind Verkehrszeichen. Sie gelten für Fahrzeuge, die die wassergefährdende Stoffe geladen haben. Das blaue Schild mahnt den Fahrzeugführer zu besonderer Vorsicht. Das rote verbietet ihm sogar die Durchfahrt.

Die blauen Schilder auf Foto 3 sagen dir, dass sich in deiner Nähe ein Absperrventil einer Trinkwasserleitung befindet. Die Zahlen am "T" geben die Entfernung zwischen Schild und dem Absperrventil an. Hier befindet sich das Ventil 2,3 Meter links und 4,9  Meter vor dem Schild. Wenn Reparaturen an der Leitung nötig sind, wird das Absperrventil geschlossen.
Das Schild darunter mit dem roten Rand zeigt an, dass sich an gleicher Stelle auch ein Hydrant befindet.

Buchseite (PDF)

* Lehrkräfte-Info

Informationen für Lehrkräfte sind sichtbar nach Anmeldung (Login).

Erstellt: 05.11.2014 (VN) - Bearbeitet: VN, PG - Zuletzt geändert: 11.07.2017 (VN)